Atelier für eine junge humanistische Theologie. Seit 2003.

My Blog Spiritualität Zeitsplitter Kirchensplitter Plädoyer Fragen Kirchenjazz Archiv

"Eine Pionierleistung"

Das Echo auf mein Buch "Die Evolution des Göttlichen. Ursprung und Wandel der Gottesvorstellung" (Patmos, Düsseldorf, 2006). Siehe auch My Books.

 

Spannender Versuch

"Fritz P. Schaller hat den faszinierenden und plausiblen Versuch unternommen, sich in die religiöse Entwicklung der letzten 30 000 Jahre hineinzudenken. Seine These: Nicht eine vom Himmel gefallene Botschaft, sondern die Condition humaine ist die 'Mutter des Göttlichen'."

Paul Bösch, in "aufbruch", Zeitung für Religion und Gesellschaft, Oktober 2006.

Sprengkraft

"Gott und Evolution zusammen zu nennen, ruft meist erhitzte polarisierende Diskussionen hervor. Fritz P. Schaller geht einen anderen Weg und widmet sein ambitioniertes Buch einer Zusammenschau der menschlichen Evolution mit den Vorstellungen und  Erfahrungen des Göttlichen, die sie begleiten. Und das Göttliche wandelt sich. Dieser einfache Satz fasst die grundlegende Botschaft von Schallers 'Die Evolution des Göttlichen' zusammen und hat eine Sprengkraft, die dem Buch Aktualität und Pioniergeist verleiht."

Mike Kauschke in: "What is Enligthenment?", Sommer 2007

Sendung vom 14.01.2007 des Schweizer Fernsehens

"Sternstunde Religion" im Schweizer Fernsehen:

Gottesvorstellungen als Spiegel der Menschheit - Der Theologe und Publizist Fritz P. Schaller im Gespräch mit Christine Stark

Zum Menschsein gehört wesentlich auch die religiöse Dimension. Auf dieser Grundaussage baut der katholische Theologe und Publizist Fritz P. Schaller seine Untersuchung von Gottesvorstellungen seit Beginn der Menschheit auf. Er sucht nach den Ursprüngen der religiösen Wahrnehmung, beobachtet markante Veränderungen in bestimmten historischen Epochen und sagt einen erneuten Wandel für die heutige global vernetzte Gesellschaft voraus. Wie kommt es, dass Menschen Glaubenskonzepte entwickeln? Und welche Veränderungen der religiösen Konstrukte stehen an? Christine Stark unterhält sich mit Fritz P. Schaller über sein Buch "Die Evolution des Göttlichen - Ursprung und Wandel der Gottesvorstellung".
VHS- oder DVD-Bestellung direkt: sternkopien@sf.tv

Besonders kostbar

Gesamtschauen wie die "Evolution des Göttlichen" sind ein gewagtes Unternehmen, streng wissenschaftlich auch kaum zu meistern. Schaller sucht einen eher essayistischen Zugang, schreibt kein analytisch bohrendes, sondern ein anschaulich erzählendes Buch. So wie auch seine Grundlage nicht einfach nur eine wissenschaftliche ist: 'Wie kommt der Mensch dazu, sich etwas Göttliches überhaupt vorzustellen?" Hier soll also nicht die Existenz Gottes bewiesen, sondern der nach Göttlichem suchende Mensch verstanden werden. Mythen sind darum nicht vom Himmel geoffenbart, sondern von Menschen erschaffen. Dies aber macht sie keineswegs wertlos, sondern besonders kostbar."

Josef Osterwalder, in Sankt Galler Tagblatt, 20. Dez. 2006

Suche ohne Ende

„Solange es Menschen gibt, wird die Gottesfrage gestellt werden. Vermutlich. Vorsichtiger muss man sagen: Solange es Menschen gibt, wird vermutlich die religiöse Suche kein Ende nehmen. Nüchtern betrachtet, so Fritz P. Schaller, gehört Religion schlicht 'zur Eigenart menschlicher Existenz, so wie Kunst, Wissenschaft, Sexualität'. Fritz P. Schaller betont, dass alle Religion in dem Versuch wurzle, mit den Bedingungen und Kontingenzen, den Begrenztheiten und Zufälligkeiten des Menschseins ins Reine zu kommen. Wie aber die Religionen 'mit ihren Riten, Gesängen und Metaphern' dann noch dauerhaft den Trost spenden können sollen, 'den die Zivilgesellschaft so nicht leisten kann', weiss nur der Autor."

Magnus Striet, in "Christ in der Gegenwart" Nr. 41/06.

Ein verwirrender Ansatz

"Mal spricht der Autor aus neurologischer Sicht, dann als Evolutionspsychologe, Ethnologe, Theologe, Mythologe, Psychologe und was der Logen noch mehr sind. Er sagt, wie es sein könnte und bedient sich zur Legitimation aus seiner riesigen Bibliothek. Aber den Zugang zur Gedankenwelt von Fritz P. Schaller erleichtert es nicht, wenn man als Leser vom mentalen Mehrkampf zunehmend ermattet. Dem Autor gelang es bestens, meine Neugier immer wieder zu wecken. Aber da er andere Autoren, kaum hat er sie in den Zeugenstand gerufen, wieder entlässt, gelang es Schaller auch, mich zu ärgern."

Werner Fuchs, in amazon.de, 10. Sept. 2006

 

Überblick mit Tiefgang

Der Autor schöpft u.a. aus seinem reichen Fundus aus theologischem Studium und Tätigkeit als Publizist und Reporter in aller Welt. Er spannt den Bogen sehr weit von den nachweisbaren Spuren religiösen Denkens in der menschlichen Frühgeschichte bis zu den Glaubenskrisen und Ersatzzreligionen der Gegenwart, inklusive atheistische Strömungen.

Dabei faßt er den Begriff des Göttlichen weiter, als man gemeinhin vermutet. In vorsichtiger und einfühlsamer Argumentation gründen seine Argumente und Zusammenfassungen allermeist auf erforschten und seriösen Quellen. Die heutige teilweise stichpunktartige oder fantasievolle Flut von oberflächlichen spirituellen Interpretationen verunsichert eher, als Klarheit zu schaffen. F. Schaller dagegen zeigt zwar unzählige, auch überraschende, Einzelheiten auf, verliert sich aber nie in esoterischem oder predigendem Überschwang.

Die Wertung der literarischen und argumentativen Bausteine überläßt er weitgehend dem Leser. Man muß sich Zeit lassen, weil jedes Kapitel so inhaltsschwer ist, daß man es zuerst verarbeiten muß, auch um das nächste Kapitel besser verstehen zu können. Aber am Ende findet man wohl in der Regel eine neue, sehr differenzierte Über-Sicht der geistigen und kulturellen Weltgeschichte, wobei der rote Faden der Gottesglaube in allen Variationen ist.

Am Ende weiß man, wie weltweit dieser Glaube entstanden und folgenreich war und ist- aber den Beweis für oder gegen eine bestimmte schlüssige "einzig wahre " Religion oder Gottesvorstellung will und kann der Autor nicht liefern. Für diese Selbstdisziplin und Neutralität muß man ihm dankbar sein.

Dietmar Heuel in "amazon".de, 25. Oktober 2011

Ein provokatives Buch

"Eines ist klar: Fritz P. Schaller verfügt über ein immenses Wissen. Er kennt die Bibel wie den Koran, die religiösen Vorstellungen der Steinzeitmenschen wie jene der östlichen Religionen und die Gedankengänge der modernen Philosophen. Nebenbei: Man fragt sich, warum ein solch gelehrter Mensch nicht auf einem Lehrstuhl 'gelandet' ist ... Trotzdem wird man aus christlicher Sicht Fragezeichen an Fritz P. Schallers Thesen anbringen müssen. Etwa, wenn er den Wert der Offenbarung gegen Null hin schiebt, wie er in einem Interview sein Grundanliegen zusammenfasst: 'Was wir religiös für wahr halten, kommt nicht aus einer Quelle ausserhalb unserer Wirklichkeit, sondern aus dem Innern des Menschen selbst'. Wo bleibt da die Bedeutung von Jesus? Oder auch jene der alttestamentlichen Propheten und anderer Glaubenszeugen?"

Walter Ludin, in "Entlebucher Anzeiger", 12. Jan. 2006

Theologie ist ein transdisziplinäres Geschäft, oder sie verkümmert am Gitter ihres selbst verschuldeten Geheges.
(frei nach Rainer Maria Rilke, "Der Panther", bzw. Immanuel Kant)

nach oben