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Impressum: Die Frage führt direkt in das Ziel: Zu prüfen, wie wir uns in den Grenzen d Autor der Website: Email: Adresse: |
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Eine Grundfrage bewegte mich zur Gründung des Ateliers:
Wie und warum eigentlich kam und kommt der Mensch auf die Vorstellung einer Realität ausserhalb der Reichweite seiner emotionalen und kognitiven Fähigkeiten, (Transzendenz)?
a) im Verlaufe der Entwicklung der menschlichen Art (Phylogenese)
b) im Verlaufe der Entwicklung zur menschlichen Person (Ontogenese)?
er menschlichen Emotion und Kognition transzendente Inhalte (das Göttliche, das Unbedingte) vorstellen können, und wie wir sie sinnvoll bedenken und besprechen können. Darum geht es.
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Religion ist zurückzuführen auf ein dem Menschen eigentümliches Lebensgefühl. Wir können spüren und einsehen, dass wir als bedingte Wesen unser Dasein einem Unbedingten zuschreiben müssen. In einem ganz allgemeinen Sinne können wir das Unbedingte als "Prinzip des Daseins" bezeichnen.
Dieses Grundgefühl ist ambivalent. Der neutrale Begriff Zuschreiben erstreckt sich von positiv zu negativ: vom Verdanken über das Ignorieren bis zum Verübeln. Ekstase und Verzweiflung sind Manifestationen des gleichen Gefühls. Selbstverständlich ist nicht jeder Mensch religiös wach und aktiv. Aber die Fähigkeit zu Religion ist charakteristisch menschlich.
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Unbedingt ist der Gegenpol zu Bedingt. Das Unbedingte kennzeichnet jene Dimension der menschlichen Existenz, welche die emotionalen und kognitiven Fähigkeiten systematisch übersteigen, denn diese sind allesamt endlich, das heisst bedingt. Ohne das Gefühl für ein Unbedingtes wären die existenziellen Fragen sinnlos: Warum gibt es uns überhaupt? Warum sterben wir? Was ist der Sinn der menschlichen Existenz im allgemeinen und der persönlichen Existenz im besonderen? Was steuert die Evolution, beziehungsweise die Geschichte? Und wohin geht die Menschheit?
Da wir als irdische Wesen nicht unendlich gebaut sind, können wir die Antworten nur in endlichen, bedingten, relativen Aussagen artikulieren. Die Mathematik, die Philosophie, die Sprache, die Kunst sind unsere Mittel. Da alles Wissen bedingt ist durch seine eigenen Voraussetzungen, erreicht keine Disziplin das Unbedingte selbst.
Ein philosophischer Name für das Unbedingte ist "Transzendenz", ein theologischer Name "das Göttliche".
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Theologie ist der Versuch, mit Religion und religiösen Phänomenen vernünftig klar zu kommen. Der Ort der Theologie liegt damit nicht innerhalb einer Fakultät oder Kirche oder Religionsgemeinschaft. Der Ort liegt in der Wurzel von Religion selbst.
Die Urfrage der Theologie lautet: Wie kommen Menschen überhaupt auf Religion in der menschlichen Geschichte und in der persönlichen Existenz? Theologie betreibt, so betrachtet, Aufklärung. Sie ist eine humanistische Disziplin, interessiert an den transzendenten Fähigkeiten des Menschen.
Religion dagegen spiegelt die Glaubens- und Aberglaubens-Verhältnisse in konkreten Gesellschaften, ob aufgeklärt oder nicht.
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Gibt es religiöse Wahrheiten?
Ja, aber. Ja, weil Menschen unter den Bedingungen ihrer Zeit, ihres Ortes, ihrer Geschichte und ihre Persönlichkeitsstruktur bestimmte Überzeugungen, das Unbedingte betreffend, für wahr halten.
Aber, religiöse Wahrheiten holen das Göttliche nicht wirklich ein, sie versuchen es bloss mit charakteristischen Mitteln zu interpretieren. Charakteristisch sind etwa Mythen, Meditationen, mystische Erfahrungen, Rituale, Prophetien, ethische Normen, Dogmen.
Angesichts dieser Auffassung von religiöser Wahrheit, kann der Gottesbegriff der monotheistischen Religionen als Kategorienfehler betrachtet werden, weil der Monotheismus das verborgene Daseinsprinzip innerhalb endlicher Vorstellungen konfiguriert. Der monotheistische Gott ist ein Wesen, ist Person, denkt, will, fühlt, plant, handelt, begünstigt und bestraft wie wir endliche Wesen es tun würden.
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Wie steht Spiritualität zu Religion?
Spirituelle Menschen pflegen und hegen ihre religiösen Gefühle und Einsichten, ob individuell oder kollektiv. Die bevorzugten Mittel sind Meditation, Gebet, Rituale und eine bewusste Lebenspraxis.
Spiritualitäten sind so viele wie Farben im Spektrum. Ausser religiösen sind auch humanistische und philosophische denkbar, sofern sie sich auf die transzendente Dimension des Menschen beziehen.
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