Atelier für eine junge humanistische Theologie. Seit 2003.

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Kirchenjazz

Für einen Kulturwandel

Einige Songs von Fritz P. Schaller

Ein Song gegen die Todesangst

Das wirst du sein, sagt sie

Ein Song gegen Menschenopfer

Sterben, aber nicht für jeden Abraham

Zum Abschied

Totenruf

Songs zum Leben

Schläft ein Lied

Duftet nach dir, Helena

Hallo, geht es dir gut?
Das wünsch' ich dir
und mir.

Liturgisches

Leadsheet zum Bergpredigt-Song PDF

Leadsheet zu "Rufe mich bitte bei meinem wahren Namen" PDF und Lyric PDF

Leadsheet zu "Unser Vater in Swing" PDF

Leadsheet zu "Gestern auf der Gass' PDF

Die Story dahinter PDF

Im Kirchenjazz liegt ein enormes Potenzial für eine zeitgenössische Kirchenmusik. Es muss erschlossen werden. Zugänge gibt es viele und Vorbilder zuhauf. Denn:

"Jazz ist das wichtigste musikkulturelle Ereignis des 20. Jahrhunderts. Der Jazz hat die Improvisation zurückgebracht, die 200 Jahre lang völlig verloren gegangen war. Vorher hat man ja auch in Europa improvisiert, doch dies verschwand zu Gunsten von immer grösseren Orchestern und ihrer bürgerlichen Musik." (George Gruntz)

 

Die Kirchenmusiker haben das 20. Jahrhundert verschlafen, von gelegentlichen Ausflügen in die Welt der Gospels und Spirituals mal abgesehen.

Jazz ist nämlich mehr als ein Musikstil. Der Jazz ist ein kulturelles Paradigma: Ihm gelang der Ausgleich zwischen dem kreativen Selbst des Musikers und dem ästhetischen Gefühl seiner Zeit. Der Jazz erlaubt den Künstlern die persönliche improvisatorische Performance, was die klassische Musik mit ihrer strengen Notenbindung verbietet.

Okay, die Kirchen verfügen über einen eigenen, einen reichen Schatz an religiöser Musik. Grossartige Kompositionen; Orchestermessen; gregorianische Choräle, erschallend aus den Tiefen klösterlicher Kreuzgänge; Orgelwerke, brausend aus abertausend Pfeifen. Ich bin keineswegs ein Verächter alter Kost. Aber ich bleibe mir bewusst: Diese Musik, diese schönen Künste sind Glanzleistungen verblichener Epochen.

Auch die Kunst ist endlich

Ich glaube nicht an eine ewige Schönheit. Jedes Kunstwerk zeugt von der Lebenswelt, der Fähigkeit und dem Geschmack seines Urhebers. Es wäre daher vermessen, zu behaupten, irgendein Kunstwerk sei ewig. Auch die Kunst ist endlich, das heisst menschlich.

Im Jazz spüre ich meine Zeit. Den authentischen Ausdruck meiner Zeit will ich spüren, auch in der Kirchenkultur. Das zählt. Wirklich. Darum habe ich Kirchenjazz als Programmpunkt meines Ateliers bezeichnet.

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